Weil im Talk zum sac_scale Artikel im OSM-Wiki der Verdacht geäußert wurde, höhere Grade würden einem, nicht weiter benannten Missbrauch Tür und Tor öffnen…
Im Hochgebirge in Österreich kann man auf Wegweisern dem Symbol “! Alpine Route” begegnen. Der Alpenverein weist damit darauf hin, dass man sich, anders als auf sogenannten Talwegen und Bergwegen, keine durchgehende Markierung zum angeführten Ziel erwarten darf, ja nicht einmal einen schön ausgetrampelten Steig, sondern “exponierte, ausrutsch- und absturzgefährdete Stellen sowie ungesicherte Geh- und Kletterpassagen” und demgemäß “gute Kondition, ausgezeichnetes Orientierungsvermögen, sichere Geländebeurteilung” usw. vonnöten sind.
Geht es nur mir so, oder liest sich das wie die Beschreibungen aus der Schweizer Wanderskala in ihren höheren Schwierigkeitsgraden? Ein paar mit diesen getaggte Wege finden sich sicher auch in Openstreetmap. Mal schauen, was es mit denen auf sich hat.
Die overpass turbo Abfrage “sac_scale=difficult_alpine_hiking in Tirol” (da kenn ich mich selbst am besten aus) liefert aktuell 157 Wege - Meistens die letzten (50 bis ein paar hundert) Meter zum Gipfel beziehungsweise Gratwanderungen zwischen zwei oder mehr Gipfeln, seltener den kompletten Gipfelanstieg vom Mittelgebirge aus. Einige Treffer markieren Zugänge zu Klettergärten; Einer ein Stück eines Wegs im Mittelgebirge, an der Stelle eines Hangrutsches; Einer das Wegstück vor dem Gastgarten der Hütte - eventuell verwechseln Amerikaner 6 mit 1, frei nach Schulnotensystem? Nichts wirklich aufregendes.
Für “demanding_alpine_hiking” liefert die Abfrage 341 Wege, bei “alpine_hiking” 899 Wege; Beides ziemlich gleich wie “difficult…” verwendet - zu allermeist im Hochgebirge, in den weißen/hellen Bereichen der mapnik Karte. Der zahlenmäßige Anstieg wirkt nicht unerwartet. Mir unverständlich kommt es bei T5 schon zu Kombinationen mit mtb Tags.


